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Doch worin genau liegt der Unterschied zwischen dem neuen Ultra HD und dem, zugegebenermaßen jetzt schon recht scharfen, HD? Um das zu klären sollte man sich erst einmal die aktuelle Technik, HD, genauer anschauen.
Die Abkürzung HD steht für High Definition, was auf deutsch so viel wie hochauflösend bedeutet. Die HD Auflösung ist der Nachfolger der Standardauflösung PAL. Seit einigen Jahren werden viele Fernsehsender in dieser Auflösung ausgestrahlt (HDTV), was allerdings neben dem passenden Signal natürlich einen HD-tauglichen Fernseher und Receiver erfordert. Abseits des Fernsehens spricht man auch bei anderen Signalquellen von HD. So gibt es HD-DVD, Blu-Rays und auch Spiele, die auf modernen Konsolen in HD-Auflösung gespielt werden können.
Meistens meint man, wenn man von HD spricht, eine von zwei genormten Formaten: Da gibt es einmal die 720p Variante und die 1080i Variante. Die Zahl steht jeweils für die Anzahl der Zeilen, mit denen das Bild aufgebaut wird, wobei der Buchstabe für die Art des Bildaufbaus beigefügt wird. Das kleine p steht für den progressiven Bildaufbau, bei dem ein Vollbild zustande kommt, während das i für interlaced steht. Dieses Verfahren nennt man auch Zeilensprungverfahren, da nur jede zweite Zeile beschrieben wird. Die beiden Halbbilder werden nacheinander gesendet. Unser Gehirn fügt die beiden Bilder so zusammen, dass ein logisches Gesamtbild entsteht. Allerdings liegt hierin auf die Ursache möglichen Bildflimmerns.
Bei einer Bildfrequenz von 30 oder 60 Hz kommt man mit der 720p Auflösung auf 1280×720 Pixel = 921 600 Pixel und mit der 1080i Auflösung auf 1920×1080 Pixel =
2 073 600 Pixel. Da die Qualität der Auflösung sehr eng mit der Anzahl der Pixel zusammenhängt, entsteht durch 720p ein doppelt so scharfes Bild wie bei der herkömmlichen Auflösung (414 720 Pixel) und mit 1080i ein etwa fünfmal so scharfes Bild.
Ein weiteres Format ist 1080p, das 2007 zusätzlich eingeführt wurde und im Gegensatz zu 1080i das Bild im Vollbildverfahren aufbaut. Diese Technik hat sich vor allem im Blu-Ray Bereich bei einer Bildfrequenz von 60 Hz durchgesetzt.
Viele Fernseher werben mit der HD-Ready Eigenschaft. Das bedeutet, dass diese Geräte über eine Bildauflösung von mindestens 1280×720 Pixel und dementsprechend die Formate 720p und 1080i verarbeiten können. HD-Ready bedeutet allerdings auch, dass man einen zusätzlichen Receiver benötigt, um tatsächlich in HD fernzusehen.
Im Unterschied dazu verfügen modernere Gerte über die HDTV Aufschrift. Mit diesen Geräten kann man ohne Receiver HD-Fernsehen genießen. Meistens verfügen diese Geräte auch über das 1080p Format.
Auch bei dem moderen Ultra HD Format gibt es zwei verschieden Standardformen. Da gibt es einmal die 4K- und einmal die 8K-Variante. Bei Auflösungen von 3840 x 2160 Pixel = 8 294 400 Pixel (4K) und 7680 x 4320 Pixel = 33 177 600 Pixel (8K) entstehen 4- bis 16-mal so scharfe Bilder wie beim HD-Standard. Auch bei der Bildwiederholungsrate setzt Ultra HD neue Maßstäbe: Die ultrahochauflösenden Bilder werden mit einer Frequenz von 120 Vollbildern pro Sekunde gesendet. Die Resultate sind daher unglaublich scharfe Bilder, die tatsächlich schärfer als die Wirklichkeit zu sein scheinen.
Allerdings ist momentan 4K die Variante, die wohl als erstes massentauglich auf dem Markt erscheinen wird, da es bereits hier noch Hindernisse bezüglich der Komprimierungsverfahren zu nehmen gilt. 8K sprengt momentan noch alle Rahmen.
Aus diesem Grund gibt es momentan auch kaum Bildmaterial, das in Ultra HD aufgenommen wurde, weshalb sich auch die Verwendungsmöglichkeiten modernster Geräte in Grenzen halten. Festzuhalten ist dennoch, dass Ultra HD sicherlich das Fernsehen der Zukunft sein wird.
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